Narzisstische Persönlichkeitsstörung – mein neues Buch

Ich bin natürlich keine Psychologin. Aber ich bin eine Frau mit einer Menge Lebenserfahrung, darüber hinaus Autorin, und: Ich interessiere mich schon immer für Psychologie. Das macht das Leben nicht unbedingt einfacher. Man sucht Erklärungen für Dinge, bei denen andere Frauen einfach einen Strich ziehen und sagen: „Schluss, ich mache das Theater nicht mehr mit.“ Man will wissen, warum die Dinge sind, wie sie sind. Wahrscheinlich will man es deswegen wissen, weil man glaubt, man könne einen Weg finden, eigentlich unumstößliche Tatsachen auf einen besseren Weg zu bringen. Aber wenn man an einen Menschen geraten ist, der an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet, ist nichts mehr, wie es mal war. Ich hatte letzte Woche in einem anderen Blogartikel versprochen, dass ich noch einen Blog über die narzisstische Persönlichkeitsstörung schreiben werde – und darüber, was sie mit meinem neuen Buch zu tun hat. Hier ist er nun.

Was also hat mein neues Buch damit zu tun?

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich den Titel noch nicht preisgeben kann. Aber das Buch ist jetzt fertig, die Rohfassung zumindest. Nun folgt eine Überarbeitungsphase, dann geht es ins Lektorat. Seit einigen Wochen poste ich auf Facebook immer mal den einen oder anderen Textschnipsel daraus. Ich habe auch bereits einen Blogartikel dazu geschrieben, und mich sogar geoutet: Ja, ich habe im Laufe meines Lebens Erfahrungen mit Beziehungsgewalt machen müssen, aber damit stehe ich nicht alleine. Es ist erschreckend, wie vielen Frauen die Inhalte aus meinen  Textschnipseln so vertraut vorkamen. Noch erschreckender, wie viele mir sagten: „Sofia, das triggert aber …“

Ja, ich weiß, dass es „triggert“. Ich habe auch lange überlegt, ob ich dieses Buch schreiben soll. Es ist keine Biografie in diesem Sinne, aber es ist ein Roman, der Dinge zum Inhalt hat, die ich leider schon erleben musste, die viele Frauen erleben mussten, die ich kenne. Inzwischen sind es auch mir unbekannte Leserinnen, die sich ab und zu äußern. Daran erkenne ich auch, wie wichtig es ist, solche Bücher zu schreiben. Mal ehrlich, ich schreibe auch lieber Liebesromane mit einem Happy End. Ich mag charakterstarke Menschen und entsprechend mag ich charakterstarke Protagonisten. Aber meine Geschichten sind immer in irgendeiner Form aus dem Leben gegriffen. Nur meist mit schöneren Inhalten.

Dieser neue Roman ist also, darauf weise ich hin, nicht meine Geschichte. Aber es ist eine ganz typische Geschichte. Ich habe logischerweise nach meinen unschönen Erlebnissen, die nun Jahre zurückliegen, intensiven Austausch mit anderen, betroffenen Frauen gepflegt. Ich bin für mich selbst zu dem Ergebnis gekommen, dass die ganzen Situationen, die passieren können, die Gespräche und Gegebenheiten, individuell sind. Aber diese Geschichten haben , so unterschiedlich sie sein mögen, sehr starke Gemeinsamkeiten. Am Anfang steht der charmante Mann, der alles dafür tut, seine „Königin“ für sich zu gewinnen. Dann folgt die Erkenntnis, dass man in der Hölle gelandet ist. Die meisten betroffenen Frauen versuchen dann herauszufinden, was das eigentlich sein könnte, wie man das bezeichnet und was man dagegen tun kann, dass „er“ plötzlich so ganz anders ist, als anfangs, als man ihn kennen lernte. Dann kommt die Phase, in der man einfach nur noch weg will, seine Flucht vorbereitet – ja, Flucht! Einen Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung verlässt man nicht einfach so. Das verlangt nach einer guten Vorbereitung. Und dann, am Ende steht die tatsächliche Flucht, die in den meisten Fällen viel zu spät möglich ist und bleibende Schäden hinterlässt. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung hinterlassen verbrannte Erde wo immer sie gehen und stehen. Und darum geht es in meinem neuen Roman, der in ein paar Wochen erscheinen wird.

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung

Wir Menschen sind geprägt. Durch unsere Kindheit, durch die Menschen, die uns durch unser Leben begleitet haben. Durch Erlebnisse, gute wie schlechte. Durch Bedürfnisse, die wir haben und die Art und Weise, wie wir erlernt haben, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erscheinen uns zunächst einmal sehr charismatisch, warmherzig, freundlich, ja, liebevoll. Sie tauchen auf als Retter, als Held, als jemand, der immer für uns da sein wird und wir müssen unsere Wünsche nicht einmal äußern, nein! Sie lesen sie uns an den Augen ab. Das können sie nicht etwa, weil sie so empathisch, sind, nein! Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben eine ganz feine Nase. Sie wittern unsere Bedürfnisse und sie wittern auch, was wir ihnen geben können. Das nutzen sie aus. Indem sie also (scheinbar) erst einmal die Retter und Helden sind, die unsere Bedürfnisse erfüllen wollen, loten sie ganz genau aus, welche ihrer Bedürfnisse WIR erfüllen können.

Diese Retter und Helden strotzen vor Selbstbewusstsein, prahlen mit ihren Erfolgen (was kaum auffällt, wir ordnen das normalerweise unter „Selbstsicherheit“ ein). Sie sind einfach rundum perfekt. Man kann es eigentlich nicht fassen, dass sich dieser tolle Mensch, dieser erfolgreiche, intelligente, einfach wahnsinnig chamante Mensch um einen bemüht. Ich? Echt jetzt? Mich will er, ausgerechnet mich? Wenn du jemanden kennenlernst und dir diese Frage stellst … dann schau genauer hin. Manche Menschen sind nämlich tatsächlich unschlagbar selbstbewusst, erfolgreich und charmant. Sie prahlen dann aber nicht so mit ihrem Können, ihrem Wissen und ihren Erfolgen. Meine Oma hat immer gesagt: „Wenn etwas klingt wie ein Märchen, dann ist es meist auch eins.“ Und sie hatte Recht.

Eine Beziehung auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt …

… zu führen, ist mit einem Narzissten nicht möglich. Menschen, die an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden, suchen nicht Nähe, Liebe, Respekt füreinander. Nein, sie brauchen einen Partner, der sie ständig bewundert und anhimmelt. Darüber hinaus soll der Partner/die Partnern dem Narzissten auch noch all das lästige Alltags-Allerlei vom Hals halten, ihn nach Strich und Faden verwöhnen und am besten nur für ihn da sein. Eine Beziehung mit einem solchen Menschen bedeutet im Klartext: Du selbst bist unwichtig, du bist stets im Dienste deines Herren aktiv und verzichtest auf alles, was du selbst brauchst, um glücklich zu sein, was dir Spaß macht oder auf Weiterentwicklung. Es geht niemals um dich. Ein Narzisst wird dich niemals unterstützen, damit du vorwärts kommst. Im Gegenteil, er wird dich klein machen, damit du seine eigene Großartigkeit nicht eines Tages übertriffst. Er wird dich klein halten, und er wird dich notfalls auch zerstören. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist im Übrigen keine Männerdomäne. Auch unter Frauen gibt es ausreichend Exemplare. Es ist aber interessant, dass es meist Frauen sind, die irgendwann einmal  erzählen, dass sie sich mit viel Mühe und oft mit letzter Kraft aus den Klauen eines solchen Mannes befreit haben. Warum ist das so? Vielleicht hängt es mit unserer Erziehung zusammen. Der Narzisst braucht ein bescheidenes, nettes Menschlein neben sich, der ihn bewundert, liebt und alles für ihn tut. Nicht dass es nicht auch Männer gäbe, die nett und bescheiden sind – die gibt es natürlich. Aber trotz aller Emanzipation werden Männer noch immer zu Machern erzogen. Die meisten Frauen wollen auch einen Macher. Da ist ja noch die Sache mit der Evolution. In unserem kollektiven Bewusstsein ist möglicherweise noch genug Instinkt vorhanden um zu wissen, dass wir nicht alles alleine können. Wir können nicht gleichzeitig liebevolle Mutter, perfekte Partnerin, Superhausfrau und dann auch noch erfolgreich im Job sein. Spätestens wenn wir Kinder haben oder welche wollen wissen wir, dass wir jemanden brauchen, der gegen Mammuts und Säbelzahntiger kämpft. Und selbst wenn wir keine Kinder haben und auch keine wollen: Auch das mag eine Begleiterscheinung der Emanzipation (die ich keinesfalls ablehne!!!) zu sein. Wir wollen Helden. Wir wollen den Mann, der uns die Tür aufhält, der uns in den Mantel hilft und in dessen Armen wir uns vor der Welt verstecken können. Nette, bescheidene Männer fallen uns aber als Helden nicht auf. Sie sind viel zu bescheiden, um sich entsprechend in Szene zu setzen. In Gegenwart eines Narzissten werden sie vollkommen übersehen.

Dem Narzissten zu widerstehen, ist nicht einfach. Er schmeichelt gerne, er kann die wunderschönsten Komplimente machen und er kann dir das Gefühl geben, dass du etwas ganz Besonderes bist. Narzisstische Frauen beherrschen das Spiel übrigens ebenso perfekt wie ihre männlichen Pendants. Wenn du einmal auf diese charmante Art reingefallen bist, egal ob du ein Mann oder eine Frau bist, dann weißt du: Es ging niemals um dich! Es ging nur darum, dass dieser Mensch dich für sich einnehmen wollte, weil er erkannt hat, dass eine Beziehung mit dir für ihn/sie vorteilhaft sein könnte.

Der Albtraum beginnt

Du hast mit einem Narzissten keine echte Harmonie, sondern nur trügerischen Frieden. Der funktioniert nur so lange, wie du bereit bist, ihn mit voller Kraft zu unterstützen. Für Frauen bedeutet das in der Regel: Du schmeißt den Haushalt, du umgarnst ihn und setzt ihm sein tägliches Essen pünktlich vor. Du kümmerst dich um seine Post und machst einen auf Privatsekretärin, nimmst ihm einfach alles ab, wozu er keine Lust hat. Abends massierst du ihm den Rücken oder den Nacken und natürlich zeigst du ihm in jeder Minute, wie großartig er ist.

Der Albtraum beginnt dann, wenn irgendetwas bröckelt. Wenn du nicht bereit bist, ihm seine lästigen Alltagsgeschichten abzunehmen, den Haushalt alleine zu schmeißen und auch noch seine Post zu erledigen, weil du merkst, dass deine eigene Karriere leidet oder du nicht alles alleine schaffen kannst. Wenn du irgendwann merkst, dass Mister Perfekt gar nicht so perfekt ist. Wenn du ihm auf die Schliche kommst, dass er gar nicht so erfolgreich ist, wie er immer tut. Kurz gesagt, wenn die Maske fällt. Wenn du merkst, dass auch er nur mit Wasser kocht und ab und zu mal furzen muss.

Der Albtraum muss allerdings nicht unbedingt mit deinen Erkenntnissen beginnen. Er kann auch dann beginnen, wenn er sich entlarvt fühlt – auch wenn es noch gar nicht soweit ist. Er beginnt definitiv dann, wenn er spürt, dass du gar nicht so für seine Zwecke einsetzbar bist, wie er das mal dachte. Der Albtraum kann auch dann beginnen, wenn du ihn irgendwohin begleitest und in seiner Anwesenheit eine Meinung vertrittst, die mit seiner Meinung nicht konform geht oder gegen seine Interessen ist. Es ist egal, aus welchem Grund der Albtraum beginnt, Tatsache ist: Diese Phase kommt. Meist sehr schnell, nachdem er die Katze im Sack hatte, also sprich nach dem Zusammenziehen, direkt nach der Hochzeit oder gleich nachdem du mit ihm gemeinsam eine Firma eröffnet hast.

Wie der Albtraum aussieht

Der Narzisst macht dich einfach fertig. Er unterstellt dir die unsinnigsten Dinge. Er schweigt und ignoriert dich tagelang. Er verfolgt dich zu Hause, da wo du dich sicher fühlen solltest, mit verschlagenen, hasserfüllten Blicken. Er beschimpft dich, er unterstellt dir Dummheit. Er blamiert dich in der Öffentlichkeit oder er macht dich lächerlich bei Freunden und Verwandten. Er sorgt dafür, dass deine Gedanken 24 Stunden am Tag um ihn kreisen und um die Frage, was mit ihm los ist, warum er so ist, was er da eigentlich tut und was du dagegen unternehmen kannst. Er saugt dich aus, du fühlst dich nach kurzer Zeit vollkommen kraftlos, kannst dich nicht mehr konzentrieren und dein Tag ist von einer diffusen Angst bestimmt, die du in den Anfängen nicht einmal benennen könntest. Du hast ständig Angst vor seinem nächsten Ausbruch, vor der nächsten Blamage, der er dich aussetzt, vor den nächsten Beschimpfungen und Unterstellungen. Er stellt sich immer über dich und gibt dir das Gefühl, dass du ein Nichts bist. Und bis du kapierst, was da eigentlich passiert, ist deine Gesundheit ruiniert, deine Finanzen, deine Karriere und im schlimmsten Fall alles. Ein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung wird deine Freunde vergraulen, dafür sorgen, dass du in deiner eigenen Familie keinen Rückhalt hast und in der Öffentlichkeit dafür sorgen, dass man ihn selbst als das arme Opfer in eurer Beziehung sieht. Wenn der Narzisst mit dir fertig ist, ist von dir und allem, was du vorher hattest, nicht mehr viel übrig.

Wie kommst du da raus?

Aus einer Beziehung mit einem solchen Menschen kommst du nur raus, wenn du bereit bist, Opfer zu bringen. Selbst wenn es bedeutet, dass du vorübergehend finanzielle Hilfe vom Amt in Anspruch nehmen und sehr bescheiden leben musst. Du musst deine Trennung gut vorbereiten, denn er wird dich nicht einfach gehen lassen – es sei denn, er hat selbst das Interesse verloren. Das ist immer dann der Fall, wenn es bei dir nichts mehr zu holen gibt: Wenn du nicht mehr so strahlend schön bist, weil man dir ansieht, dass du totunglücklich und inzwischen krank bist. Wenn du dein ganzes Geld und deine Karriere dieser Beziehung geopfert hast und diesem Gedanken „wir machen es uns schön“. Oder wenn er ein anderes, neues Opfer gefunden hat, von dem er sich Vorteile verspricht. Tatsache ist: Dem Narzissten geht es niemals um dich und eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe. Dem Narzissten geht es um seinen Vorteil – und um die Vorteile, die eine Beziehung mit dir ihm bieten könnte. So manche, eher bescheidene Frau, hat auf dieses Argument schon geantwortet: „Aber ich habe doch nicht viel zu bieten. Er ist beruflich erfolgreich, hat ein Haus und ein schickes Auto … ich habe nur einen Job, eine kleine Wohnung und überhaupt kein Geld.“ Gehörst du dazu? Glaub nicht, du hast dem Narzissten nichts zu bieten. Vielleicht bist du außergewöhnlich hübsch und er zeigt sich gerne mit dir. Vielleicht sieht er in dir diejenige, die den Haushalt schmeißt und ihm seine Hemden bügelt, damit er den Rücken frei hat.

Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind …

… übrigens wirklich niemals so toll, wie sie sich präsentieren. Sie sind großartige Blender. Meist haben sie überhaupt kein oder nur wenig Selbstbewusstsein. Sie sind auch nicht so erfolgreich, wie sie es nach außen hin verkaufen. Wenn sie Erfolge aufweisen können, dann haben oft andere für diese Erfolge bezahlt. Wenn sie Karriere machen, dann deswegen, weil sie rücksichtslos sind und kein Gewissen haben. Im Grunde ihres Herzens kennen sie auch ihre Mängel. Deswegen müssen sie sich ja immer einen bestimmten Anschein geben. Deswegen brauchen sie immer tolle Menschen in ihrem Umfeld oder Menschen, die sie dafür halten. Ein Narzisst gibt sich nicht mit Menschen ab, denen er sich überlegen fühlt, die zu einer niedrigeren, sozialen Schicht gehören. Es sei denn, sie sind ihm nützlich auf die eine oder andere Art. Innerhalb einer Beziehung oder in einer Freundschaft erhöhen sie sich an ihrem Beziehungspartner, indem sie ihn klein machen und erniedrigen. Wenn dich ein Narzisst fertig gemacht hat und du sitzt da und weinst, glaub nicht, dass du ihn damit irgendwie rühren kannst. Es wird ihn höchstens zufrieden machen, wenn ER es war, der dich dazu gebracht hat zu weinen, verzweifelt zu sein, nicht mehr ein und aus zu wissen. Das ist der unumstößliche Beweis dafür, dass er über dir steht. Dass er dich besiegt hat.

Warum also ein Roman zu diesem Thema?

Ja, gute Frage. Wer eine solche Beziehung hinter sich gelassen hat, fühlt sich „angetriggert“. Diese Lektüre könnte einen Albtraum wieder auferstehen lassen. Wer sich in einer solchen Beziehung befindet, hat wahrscheinlich andere Sorgen als Romane zu lesen. Aber ich wollte diesen Roman schreiben, unbedingt, und zwar für alle, die ihn lesen wollen. Auch für die Frauen, die noch niemals solche Erfahrungen machen mussten. Vielleicht können sie dann die beste Freundin besser verstehen, die in einer solchen Situation steckt. Vielleicht bleibt auch ein bisschen was hängen und eine eventuelle Begegnung mit einem Narzissten in der Zukunft wird erkannt. Leider darf man diesen Menschen keinen Stempel mit der Aufschrift „Zerstörer“ auf die Stirn klatschen. Aber wenn man die Vorgehensweise von Narzissten kennt, dann weiß man auch wie eine solche Geschichte ausgeht. Immer. Sie geht nur anders aus, wenn der Narzisst an einen noch viel größeren Narzissten gerät. Die Sache ist aber die: Das schließt sich aus. Die riechen sich gegenseitig. Narzissten wollen glänzen. Sie brauchen keine Leute um sich herum, die auch  glänzen wollen.

Mein Roman endet natürlich nun nicht so ganz typisch, aber es ist eben ein Roman. Ich brauchte ein Happy End, sonst hätte ich es überhaupt nicht ausgehalten, diese Geschichte zu schreiben. Die Lösung meiner Protagonistin ist natürlich nicht wirklich eine Lösung. Ich weiß aber von mir selbst und von vielen Frauen, die schon einmal in einer solchen Situation gesteckt haben, dass es eine Lösung ist, über die man gelegentlich nachdenkt. Dazu bringen einen diese Menschen.

Ich wollte erzählen, wie der Narzisst auftritt, wie eine solche Beziehung typischerweise beginnt und wie sie verläuft. Alles andere … ist eben das Ende eines Romans. Manche Dinge lassen sich besser in der Form eines Romans erzählen, statt einem Tatsachenbericht oder einem Fachbuch (das mir als Nicht-Psychologin wohl kaum zusteht). In ein paar Wochen wird das Buch erscheinen und ich bin sehr gespannt darauf, wie es bei meinen Lesern ankommt.

 

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